Chancen und Risiken verantwortungsvoll abwägen
Weltweit werden die Risiken der Nanotechnologie für die menschliche Gesundheit und die Umwelt erforscht. Diese Sicherheits- und Risikoforschung ist Voraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Nanotechnologie. Nur so ist gewährleistet, dass die enormen Möglichkeiten der noch jungen Technologie künftig tatsächlich ausgeschöpft werden können.
Um über eventuelle Gefährdungen konkreter diskutieren zu können, muss man wissen: Wenn Nanopartikel, Nanoobjekte oder Nanostrukturen in Materialien oder Bauelementen fest eingebunden sind, wird der Verbraucher mit ihnen in der Regel nicht direkt in Berührung kommen. Die Nanoelektronik oder die Nanooptik etwa sind typische Teilgebiete der Nanotechnologie, wo das fast immer der Fall ist und Risiken für Mensch und Umwelt als sehr gering anzusehen sind.
Geht es um die Anwendung von Nanotechnologie in der Medizin, so müssen Wirkungen und Nebenwirkungen – wie bei Therapien und Arzneimitteln üblich – besonders sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Ansonsten würden solche Anwendungen auch gar nicht von den Behörden zugelassen, die in einem geordneten Verfahren entsprechende Untersuchungen einfordern und kontrollieren.
Grundsätzlich gerechtfertigt sind Bedenken, ungebundene – freie – Nanopartikel könnten etwa beim Einatmen auch unerwünschte Wirkungen auf Menschen haben. Solche Teilchen müssen allerdings nicht industriellen Ursprungs sein. Sie sind Bausteine der Natur und finden sich seit je her in unserer Umwelt wieder. Bei der industriellen Produktion von Nanopartikeln sorgen Vorkehrungen, wie sie in der chemischen Industrie üblich sind, für ein hohes Maß an Sicherheit.
Die Aufnahme von Nanopartikeln durch den Menschen und deren Langzeitwirkung wurde und wird von Forschungsinstituten und Industrie intensiv untersucht und durch staatliche Stellen finanziell gefördert. In Deutschland schüttete das Bundesforschungsministerium allein in den Jahren 2006 bis 2009 für drei Projekte zur Sicherheit von synthetischen Nanomaterialien 7,6 Millionen Euro aus – die deutsche Industrie beteiligte sich mit 4,1 Millionen Euro. Aktuell sind neue, noch umfangreichere Förderprogramme der Bundesregierung angelaufen, die sich mit möglichen Auswirkungen der Nanotechnologie auf die Umwelt (NanoNature) und auf die Gesundheit (NanoCare) beschäftigen. Auch der im Januar 2011 vom Bundeskabinett verabschiedete Nanotechnologie Aktionsplan 2015 beinhaltet umfassende Maßnahmen zur Risikobegleitforschung im Zusammenhang mit Nanotechnologie.
Die Nanostart AG begrüßt den gesellschaftlichen Dialog und die Transparenz in Bezug auf potenzielle Risiken der Nanotechnologie. Dazu veröffentlichte sie im September 2011 folgende Stellungnahme >>
High-Tech Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) >>
Scinnexx – das Wissensmagazin >>
Nanowerk.com >>
Observatory NANO >>
National Nanotechnology Initiative: die nationale Nanotech-Strategie der USA >>
PDF Download (5,5 MB) >>
nanoDE-Report 2011 des BMBF
PDF Download (3,2 MB) >>
Nanotechnologie im Automobil
PDF Download (2 MB) >>















